Freitag, 26. Dezember 2014

Warum dieser Blog?

Twitter war für mich als Kommunikationswissenschaftler bislang die ideale Plattform, um an der Diskussion über aktuelle medienpolitische Entwicklungen teilzunehmen. Kurze Statements und die Möglichkeit Links zu posten, waren und sind eine gute Möglichkeit, um neben der täglichen Arbeit die eigene Meinung zu veröffentlichen. Nach einem Interview zu meiner Programmbeschwerde wegen der Ukraineberichterstattung der ARD

http://www.hintergrund.de/201406053116/feuilleton/zeitfragen/ukraine-berichterstattung-programmbeschwerde-beim-rundfunkrat.html

besteht jedoch Bedarf für mehr Raum und ausführlichere Darstellungen.

In diesem Blog möchte ich als Fachmann für Medien und Kommunikation Stellung beziehen: Aktuell unter anderem zur Berichterstattung über Russland und die Ukrainekrise, bei der deutsche Journalisten statt zu informieren, in einem nie dagewesenen Ausmaß aggressiv agitieren!

Dieses Thema ist von besonderer Bedeutung, weil es medienpolitisch eine "Zeitenwende" darstellt: Auf breiter Front versagt hier die Kritik- und Kontrollfunktion etablierter Medien ("Mainstreammedien"), wie es zuvor nur bei der Wirtschafts- und Finanzberichterstattung zu beobachten war. Dieses Versagen ist aufgrund der militärischen, auch nuklearen, Potenziale der beteiligten Konfliktparteien brandgefährlich und bedarf einer engmaschigen Kontrolle durch eine engagierte Gegenöffentlichkeit.

Denn fest steht: Es gelang Kritikern der Politik von USA, EU und NATO bislang nicht, sich in diesen etablierten Medien ausreichend zu artikulieren. Im Gegenteil: Bei unterschiedlichen Gelegenheiten holten und holen Journalisten, auch abgabenfinanzierter Medienangebote, zu Publikumsbeschimpfung und Diffamierung aus! Blogs übernehmen in dieser Situation eine besondere Verantwortung: Sie müssen mit größtmöglicher Sorgfalt diese "Artikulationslücke" schließen.

Daneben werde ich aber auch Entwicklungen sowie Themen kommentieren und darstellen, die für Teilnehmer von Fort- und Weiterbildungen aus dem weiten Bereich "Kommunikation" von Interesse sind. Hierbei werde ich in Absprache mit Kooperationspartnern auch auf prüfungsrelevante Inhalte, Begriffe und Aufgaben eingehen.

Ich freue mich über namentliche Rückmeldungen, Fragen und Anregungen!

Wichtiger Hinweis: Weiterhin nicht reagieren werde ich auf anonym verbreitete Texte: Die Diktion solcher "Angebote" verweist oft genug auf extremistische Hintergründe. Solche Texte werde ich selbstverständlich auch nicht zitieren oder verbreiten. Die Produzenten solcher "Analysen" oder  "Namenslisten" Andersdenkender diskreditieren und entlarven sich durch ihre Vorgehensweise selbst. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Herzliche Grüße

Stefan Slaby, M. A.
(Dozent und Fachautor, Münster)

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